Das kleine Einmaleins der Bergmedizin
Die akute Bergkrankheit und das Höhen-Hirnödem
Unter akuter Bergkrankheit versteht man das Auftreten von Symptomen (Beschwerden) und körperlichen Veränderungen (Befunden) einige Stunden bis Tage nach Aufstieg oder Auffahrt auf Höhen über 2500–3000 m oder nach dem Aufstieg von einer bereits erreichten Höhe in eine noch grössere Höhe. Besonders empfindliche Personen können Anzeichen der akuten Bergkrankheit schon in Höhen über 2000 m aufweisen.
Die Ursache der akuten Bergkrankheit ist der mit zunehmender Höhe geringer werdende Sauerstoffpartialdruck, der im Organismus zu Sauerstoffmangel führt. Über eine Reihe von nur teilweise verstandenen Folgeerscheinungen wie verminderter Salz- und Wasserausscheidung, Gewebsschwellung sowie Anstieg des Hirndrucks und des Blutdrucks im Lungenkreislauf entstehen die Beschwerden und Befunde der akuten Bergkrankheit und des Höhen- Hirn- und -Lungenödems.
Alle Patienten mit akuter Bergkrankheit leiden unter Kopfweh; die akute Bergkrankheit ist so definiert und findet ihre stärkste Ausprägung im Gehirn, welches von allen Organen des Körpers am empfindlichsten auf Sauerstoffmangel reagiert. Die Schwere dieses Kopfwehs kann von einem leichten Druck bis zu derart peinigenden Schmerzen reichen, dass der Betroffene meint, der Kopf würde ihm zerspringen. Kopfweh am Abend, nach einem anstrengenden Bergtag in der Sonne, bedeutet nicht unbedingt akute Bergkrankheit, da sich dieses Kopfweh innert weniger Stunden verflüchtigen kann. Kopfweh, das sich während der Nacht oder am Morgen entwickelt, ist hingegen charakteristisch für die akute Bergkrankheit. Gleichgültigkeit und übermässige Müdigkeit gehören ebenfalls zur akuten Bergkrankheit sowie Schwindel und Schlafstörungen. Viele Patienten klagen auch über Appetitverlust und Übelkeit und leiden in den schwereren Fällen an wiederholtem Erbrechen.
Die Untersuchung eines Patienten mit akuter Bergkrankheit
kann periphere Ödeme (Schwellungen) zeigen,
also geschwollene Augen und/oder geschwollene Hände
und Füsse, bei schwereren Fällen auch Gleichgewichtsstörungen.
Wird ein Patient mit diesen Erscheinungen aufgefordert,
mit geschlossenen Beinen und geschlossenen
Augen zu stehen, so schwankt er oder fällt sogar um. Er ist
auch nicht in der Lage, ohne das Gleichgewicht zu verlieren
auf einer Linie zu gehen, wenn er die Ferse jeweils vor die
Zehen setzen muss. Die Körpertemperatur der Patienten
kann bis auf 38 °C erhöht sein. Diese Temperaturerhöhung
bedeutet nicht, dass eine Erkältung oder Infektionskrankheit
vorliegt, sondern ist Teil der akuten Bergkrankheit.
Bei vernichtendem Kopfweh, Gleichgewichtsstörungen
und beeinträchtigter Bewusstseinslage liegt eine Gehirnschwellung
vor, ein Höhen-Hirnödem, die schwerste Ausprägung
der akuten Bergkrankheit im Gehirn. Dieses ist die
Folge von vermehrter Wassereinlagerung im Gehirn. Da das
Gehirn im Schädelskelett eingebettet ist, kann es sich nicht
ausdehnen. Wenn es anschwillt, steigt somit der Druck im
Gehirn, was seine Funktion beeinträchtigt.Wenn Patienten
mit einem Hirnödem nicht sofort absteigen oder abtransportiert
werden oder aber Sauerstoff erhalten und mit Medikamenten
behandelt werden, folgt bald Bewusstlosigkeit
und der Tod.
Fast alle Bergsteiger, die regelmässig in grössere Höhen aufbrechen, haben schon leichte bis mittelschwere Symptome der akuten Bergkrankheit am eigenen Leib erfahren. In den Alpen leiden in Höhen zwischen 2500 und 4000m 5–20 % der untersuchten Bergsteiger an akuter Bergkrankheit, über 4000 m 20–40 %. Auch bei Trecking-Touristen in Nepal oder in Südamerika findet man je nach Höhe eine Häufigkeit der akuten Bergkrankheit von 10 bis 50 %.
Das Höhen-Lungenödem
Patienten mit akuter Bergkrankheit tragen ein erhöhtes Risiko, auch ein Höhen-Lungenödem zu entwickeln, welches die Manifestation der Bergkrankheit in der Lunge darstellt. Bei 20 % der Patienten, die unter einem Höhen-Lungenödem leiden, treten aber keine Symptome von Seiten des Gehirns auf wie etwa Kopfweh. Beim Höhen-Lungenödem wird durch den erhöhten Druck im Lungenkreislauf Blutwasser aus den Kapillaren der Lungen ins Zwischengewebe und dann in die Lungenbläschen, die Alveolen, gepresst,wodurch die Sauerstoffaufnahme in der Lunge beeinträchtigt und schliesslich verunmöglicht wird. Die Patienten leiden zunächst unter vermehrter Atemnot bei körperlicher Anstrengung, das heisst, sie bleiben hinter ihrer Gruppe zurück oder haben Mühe, in der Hütte vom Parterre in den ersten Stock zu steigen. Im weiteren Verlauf kommt dann Atemnot in Ruhe dazu, welche besonders beim Liegen ausgeprägt ist. Aufsitzen und Stehen schaffen eine gewisse Erleichterung. Die Frequenz der Atemzüge, welche normalerweise maximal 20 pro Minute beträgt, ist erhöht, ferner besteht ein beschleunigter Puls. Die Patienten leiden an zuerst trockenem, später produktivem Husten. Es wird Schaum abgehustet, der manchmal Blutspuren zeigt.Bei Beginn des Höhen-Lungenödems können mit dem Stethoskop über der Lunge brodelnde, rasselnde Geräusche gehört werden, welche durch die Ansammlung des Wassers in den Lungenbläschen entstehen. Bei schwereren Formen des Höhen-Lungenödems kann dieses Rasseln auch ohne Stethoskop gehört werden.
Das Höhen-Lungenödem ist in den Alpen selten, immerhin aber müssen in den Schweizer Alpen deswegen jedes Jahr 10 bis 20 Bergsteiger durch Flugrettungsorganisationen evakuiert werden. Bei Trecking-Touristen in Nepal wird eine Häufigkeit von 1 bis 2 % angenommen. Bei Expeditionsbergsteigern ist sie höher; überdurchschnittlich häufig treten hier schwere Fälle mit tödlichem Verlauf auf.
Symptome und Befunde der akuten Bergkrankheit
Kopfweh:
Von leichtem Druck bis zu vernichtendem Schmerz
Müdigkeit und/oder Schwäche:
Von leichter Müdigkeit und Schwäche bis
zur völligen Unfähigkeit, irgendetwas zu tun
Schwindel:
Von mildem Schwindel bis zur schweren Form,
die das Aufstehen verunmöglicht
Schlafstörungen:
Von leicht gestörtem Schlaf bis
zur völligen Unfähigkeit zu schlafen
Magensymptome:
Von eingeschränktem Appetit und leichter Übelkeit
bis zur schwersten Übelkeit mit Erbrechen
Veränderung der Bewusstseinslage:
Von Gleichgültigkeit und Lethargie, Verwirrtheit
und Antriebslosigkeit bis zur tiefen Bewusstlosigkeit
Gleichgewichtsstörungen:
Von Schwierigkeiten bei Balance-Manövern
und der Unfähigkeit, eine gerade Linie zu gehen,
bis zum Niederstürzen und zur Unfähigkeit zu stehen
Periphere Ödeme:
Schwellungen um die Augen,
Schwellungen der Hände und Füsse
Erhöhte Körpertemperatur:
Bis 38,5 °C
Symptome und Befunde des Höhen-Hirnödems
Kopfweh:
Vernichtendes Kopfweh, das nicht
auf Aspirin und dergleichen anspricht
Schwindel:
Von leichtem bis zu schwerem Schwindel
Erbrechen:
Gleichgewichtsstörungen, Lethargie,
Benommenheit, Bewusstlosigkeit
Symptome und Befunde des Höhen-Lungenödems
Atemnot:
Von vermehrter Atemnot bei körperlicher
Tätigkeit über Atemnot beim Liegen und
in Ruhe bis zum Ersticken
Husten:
Zunächst quälender trockener Reizhusten, dann
zunehmend produktiver Husten mit schaumigem
Auswurf und eventuellen Blutspuren
Rasselgeräusche:
Zunächst nur mit dem Stethoskop feststellbar,
später Rasseln, das die Atmung begleitet
Zyanose:
Blaue Lippen, blaugraues Gesicht
«Vorbeugung» der akuten Bergkrankheit auf natürliche Art
Die beste und sinnvollste Prophylaxe der akuten Bergkrankheit und des Höhen-Lungenödems ist der so genannte langsame Aufstieg, der eine gute Akklimatisation ermöglicht. Als Daumenregel wird empfohlen, in Höhen über 2500–3000 m die Schlafhöhe täglich um nicht mehr als 300 m zu steigern.Natürlich kann während des Tages höher aufgestiegen werden, entscheidend ist allein die Schlafhöhe. Bei Beachten dieser Regel sind die allermeisten Bergsteiger vor der Bergkrankheit und vor dem Höhen-Lungenödem geschützt. Es handelt sich hier um einen Erfahrungswert, der die grösstmögliche Sicherheit bietet. Es gibt andere Empfehlungen wie Verschiebung der Schlafhöhe um 500 Höhenmeter pro Tag und pro tausend Höhenmeter eine Zusatznacht und dergleichen.
Das Hauptproblem für die Aufstellung fixer Regeln liegt in den grossen Unterschieden bei der Akklimatisationsgeschwindigkeit und bei der individuellen Höhentoleranz. Jeder Bergsteiger muss deswegen seine individuelle Höhentauglichkeit selbst testen und daraus seine Regeln entwickeln. Zudem kann auch beim gleichen Bergsteiger die Höhentauglichkeit variieren, wenn zum Beispiel eine Erkältungskrankheit die Sauerstoffaufnahme in der Lunge beeinträchtigt.
Guter Gesundheits- und Trainingszustand schützen nicht vor der akuten Bergkrankheit und vor dem Höhen- Lungenödem. Gerade junge, trainierte Bergsteiger sind besonders gefährdet, weil sie dazu neigen, zu schnell zu hoch aufzusteigen und die ersten Warnsymptome der akuten Bergkrankheit nicht zu beachten. Leider besteht nach wie vor keine brauchbare Vorsorgeuntersuchung, um die Disposition für akute Bergkrankheit zu testen. Die wichtigste Regel für die Vorbeugung der akuten Bergkrankheit ist darum das aufmerksame Beobachten des eigenen Körpers und der Mut, sich einzugestehen, dass man sich nicht wohl fühlt. Man muss also akzeptieren, dass man an akuter Bergkrankheit leidet, und darf seine Unpässlichkeit nicht auf eine Magenverstimmung, einen Schnupfen, eine Grippe oder Ähnliches zurückführen. «Wenn man sich in der Höhe nicht gut fühlt, so leidet man an akuter Bergkrankheit, es sei denn, man beweise eine andere Krankheit.» Dieser Satz des erfahrenen Bergmediziners David Shlim kann nicht genug beachtet werden. Daneben gibt es weitere von Shlim und Peter Hackett entwickelte Regeln, die verhindern sollen, dass jemand an akuter Bergkrankheit stirbt:
1. Lerne die frühen Symptome der akuten Bergkrankheit
kennen und akzeptiere sie.
Der Bergsteiger oder Trecking-
Tourist muss sich eine minimale Kenntnis der Symptome
der akuten Bergkrankheit aneignen und auf diese Symptome
achten. Dabei muss er auch die anderen Mitglieder seiner Gruppe eventuell kritisch im Auge behalten, da manchen
die nötige Einsicht fehlt.
2. Steig nie auf eine grössere Schlafhöhe auf, wenn du an
irgendwelchen Symptomen der akuten Bergkrankheit leidest.
Wenn die Symptome einer auch nur leichten akuten
Bergkrankheit bestehen, so darf nicht auf eine höhere
Schlafhöhe aufgestiegen werden. Die natürliche Behandlung
dieses Zustandes ist das Einschalten von einem oder
zwei Rasttagen, üblicherweise gehen dann leichte Symptome
vorbei, und es darf weiter aufgestiegen werden.
3. Du musst absteigen, wenn deine Beschwerden zunehmen,
während du auf gleicher Höhe bist.
Wenn Kopfweh,
Übelkeit oder gar Erbrechen auf gleicher Höhe zunehmen,
wird die Krankheit schlimmer. Das Lungen- oder das Hirnödem
kann innert Stunden eintreten, und es muss deswegen unbedingt abgestiegen werden.
4. Lass nie einen kranken Bergsteiger allein.
Es gehört an
sich zu den Grundprinzipien zwischenmenschlichen Verhaltens,
kranken Personen beizustehen und sie nicht allein
zu lassen. Leider wurde und wird besonders heute auch gegen
dieses Prinzip häufig verstossen, weil man seine Ferienreise
nicht mit Warten auf Kranke beeinträchtigen will.
Davon ausgenommen ist selbstverständlich die lebensbedrohliche Situation in grosser Höhe, bei der ein Schwerkranker
nicht mehr abtransportiert werden kann und der
Begleiter absteigen muss, um das eigene Leben zu retten.
Vorbeugung der akuten Bergkrankheit mit Medikamenten
Bei besonders höhenempfindlichen Personen, die nicht auf den Bergsport verzichten wollen, oder bei Rettungsaktionen, die zu raschem Aufstieg zwingen, und schliesslich bei Touren wie am Kilimandscharo, wo innert fünf Tagen bis auf eine Höhe von 5900 m aufgestiegen wird (Terror des Zeitplans), empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Diamox, 250–500 mg einmal am Tag, vom ersten Tag der Höhenexposition bis zur Rückkehr ins Flachland. Diamox führt zu einer Ansäuerung des Blutes und dadurch zu einer gesteigerten Atmung. So wird die Sauerstoffversorgung des Organismus und damit die Leistungsfähigkeit verbessert. Symptome und Erscheinungen der akuten Bergkrankheit treten in geringerem Masse und in leichterer Form auf. Diamox führt zu einer vermehrten Wasserausscheidung durch die Nieren, deswegen muss in den ersten zwei Tagen mehr getrunken werden, zudem verursacht es Kribbeln und «Ameisenlaufen». Diese Erscheinungen verschwinden nach Absetzen des Medikamentes. Die schwerste Nebenwirkung von Diamox: Das Bier schmeckt grausig, solange man das Medikament schluckt!
Als Alternative zu Diamox kann das kortisonartige Präparat Dexamethason ein- bis zweimal pro Tag in einer Dosis von 2 bis 4 mg eingenommen werden.
Vorbeugung des Höhen-Lungenödems mit Medikamenten
Personen mit starker Disposition für die Entwicklung eines
Höhen-Lungenödems sollten sich überlegen, ob sie nicht
das Höhenbergsteigen aufgeben und sich einer anderen
Sportart zuwenden wollen. Falls sie dies nicht können, so
ist als Prophylaxe die Einnahme des Kreislaufmittels Nifedipin
(Adalat CR 30–60 mg einmal pro Tag) zu empfehlen.
Wir haben in einer gut kontrollierten Studie gezeigt, dass
dieses Medikament die Entwicklung eines Höhen-Lungenödems
auch bei starker Disposition weitgehend verhindert.
Behandlung der akuten Bergkrankheit sowie des Höhen-Lungen- und -Hirnödems
Bei milder akuter Bergkrankheit wirkt am besten ein Rasttag, eventuell unterstützt durch ein leichtes Kopfwehmittel sowie Diamox. Meist gehen dann die Beschwerden der akuten Bergkrankheit vorbei, und es kann weiter aufgestiegen werden.
Bei schwerer akuter Bergkrankheit und Verdacht auf ein Höhen-Hirnödem besteht akute Lebensgefahr, der Patient muss sofort absteigen oder abtransportiert werden. Wenn vorhanden, kann dies mit Sauerstoff mit einer Flussrate von 2 bis 4 l/Min. unterstützt werden. Als Medikament hat sich Dexamethason bewährt, das bei Erbrechen gespritzt werden muss. Die meisten Patienten erholen sich innert weniger Stunden etwas und können dann aus eigener Kraft absteigen.Der Überdrucksack kann diese Behandlung unterstützen und verschafft innerhalb kurzer Zeit eine deutliche Erleichterung.
Abstieg, Abtransport und Sauerstoff sind auch die entscheidende Therapie beim Höhen-Lungenödem. Falls der Abstieg wegen Lawinengefahr oder wegen der Wetterverhältnisse nicht möglich ist, empfiehlt sich die Behandlung mit Nifedipin (Adalat 10 mg sowie Adalat 20 mg retard alle sechs Stunden. Adalat 10 mg kann zu bedrohlichem Abfall des Blutdrucks führen und sollte nur im äussersten Notfall und mit entsprechender Erfahrung eingesetzt werden). Auch diese Behandlung kann mit dem Überdrucksack unterstützt werden.
Der in äusserste Not geratene Bergsteiger, der nicht beurteilen kann, ob er an einem Hirnödem, einem Lungenödem oder beidem leidet, greift am besten zum «Margherita- Cocktail», der in jeder Rucksackapotheke Platz finden sollte (siehe Tabelle).
Notfallbehandlung der akuten Bergkrankheit und des Höhen-Lungen- und -Hirnödems
Milde akute Bergkrankheit
Kopfweh, Gleichgültigkeit, Appetitlosigkeit,
Übelkeit und Schlaflosigkeit
1. Rasttag, Entspannung
2. Aspirin, Panadol
3. Diamox 500 mg einmal pro Tag
Schwere akute Bergkrankheit /Höhen-Hirnödem
Schweres Kopfweh, das nicht auf Aspirin reagiert, Erbrechen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Bewusstseinstrübungen und Bewusstlosigkeit
1. Abstieg, Abtransport, Sauerstoff
2. Dexamethason 8 mg als Tablette oder
intravenös gefolgt von Dexamethason 4 mg
alle sechs Stunden oder
Prednison 50–100 mg als Tabletten oder
intravenös gefolgt von Prednison 50 mg
alle acht bis zwölf Stunden
3.
Überdrucksack
Massnahmen 2 und 3 können kombiniert werden.
Höhen-Lungenödem
Atemnot, rasselnde Atemgeräusche, Blauverfärbung
des Gesichts, schnelle Atmung
1. Abstieg, Abtransport, Sauerstoff
2. Adalat 20 mg retard gefolgt von Adalat 20 mg retard
alle sechs Stunden. Im äussersten Notfall Adalat
10–20 mg. Vorsicht: Blutdruckabfall möglich!
3. Überdrucksack
Massnahmen 2 und 3 können kombiniert werden.
Notfallsituation mit Hinweisen auf schwere akute Bergkrankheit und auf ein Höhen- Lungenödem
1. Abstieg, Abtransport, Sauerstoff
2. «Margherita-Cocktail»: Dexamethason
oder Prednison wie oben plus Adalat
wie oben plus Diamox 500 mg
3. Überdrucksack
Massnahmen 2 und 3 können kombiniert werden.
